Hürden Laden Model S Tesla

Hürden auf dem Weg zu meiner Elektromobilität: Reichweite und Aufladen

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Hürde 1: Die Reichweite ist zu gering und das Aufladen dauert zu lange

Ja, das stimmt für diejenigen, die heute als Vielfahrer unterwegs sind und von Termin zu Termin hasten. Ohne eine Änderung des Lebensstils können diese Vielfahrer nicht überzeugt werden.

Ich selbst war einer davon: morgens um 6:00 Uhr raus, 350 km zum Kunden, erstes Meeting um 9:00 Uhr. Schnell noch vor der Mittagspause zum nächsten Kunden um die Ecke, und so weiter.

A furious man driving, as seen from behind the wheel. Shot using a very wide fisheye lens.

Heute nehme ich mir genügend Zeit, plane Pausen und fahre langsamer.

Als Tesla-Fahrer steht mir eine dichte Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Somit kann ich nach 2,5 Stunden die empfohlene Pause einlegen, trinken und essen und eventuell sogar meine Mails checken, ganz entspannt.

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Supercharger in Deutschland Stand Mai 2016 (Bild Tesla)

Falls du zu denjenigen „durchschnittlichen“ Menschen gehörst, die laut Statistischen Bundesamt 33 km pro Tag fahren, dann kommt für dich sogar ein weitaus günstigeres Auto in Frage: Renault Zoe, Nissan Leaf, Kia Soul EV oder der e-Golf.

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e-Golf (Bild Volkswagen)

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Renault Zoe (Bild Renault)

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Kia Soul EV (Bild Kia)

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Nissan Leaf (Bild Nisan)

Mit diesen Autos kommst du fast 200 km weit ohne nachzuladen.

Und wie sieht es mit Urlaub aus? Gepäck? Es gibt ein paar Angebote: zum Beispiel von Volkswagen, aber sicher auch von anderen Herstellern: für den Urlaub wird dann ein Verbrenner zur Verfügung gestellt.

Aus meinen Erfahrungen im Netz kann ich sehen, dass Leute, die einmal E-Auto gefahren sind, den Schritt „zurück“ und sei es nur für den Urlaub zu einem Verbrennerfahrzeug ungern machen.

Fazit:

ein Elektroauto verändert unseren Lebensstil, ganz unbewusst…..

die erste Hürde ist gemeistert!

Jetzt bist du dran: bitte gebe mir dein Feed-Back, wenn es aus deiner Sicht noch weitere Hürden oder auch sogenannte Herausforderungen auf dem Weg zu deiner Elektromobilität zu besprechen gibt.

Falls du noch Anregungen benötigst, dann schaue doch einfach mal bei Martin Rota vorbei. Der begeisterte Schweizer Tesla-Fahrer hat hier eine sehr interessante Dokumentation ins Netz gestellt, die auch mich inspiriert hat. Klicke einfach auf diesen Link: Mythbuster. Viel Spaß beim Lesen!

Hi, ich bin Marcus und glaube an eine mobile Zukunft, 100 % elektrisch. Mein Ziel ist es, dich auch für dieses Thema zu begeistern. Ich freue mich, dass du hier bist. Viel Spaß beim Durchstöbern. Schaue auch mal bei Facebook vorbei!

  1. Wir fahren einen Tesla und einen eGolf. Wir sind allerdings auch in der glücklichen Lage, den Strom aus der hauseigenen Ladestation zu beziehen. Für mich ist das grösste Hindernis derzeit die unendliche Ignoranz der Mitmenschen, die die Ladesäulen zuparken. Es passiert sehr regelmässug, dass ich mit wenig Strom ankomme und umplanen muss, weil meine Mitmenschen die Wichtigkeit der Säulen ignorieren oder unterschätzen. Vielleicht geben wir ein e Fahrzeug aus diesem Grund wieder ab. Bei mir ist der Ärger jedes mal grenzenlos. Yoga und autogenes Training nützen da auch nicht.

    • Hallo Sandra, lieben Dank für deinen Kommentar. Das ist in der Tat sehr ärgerlich und es wäre schade aus diesem Grunde ein e Fahrzeug wieder zurückzugeben. Hoffentlich ist es nicht der Tesla. Bei den Leuten, die kein e Fahrzeug haben ist es sicherlich nicht immer Ignoranz sondern mehr die Unwissenheit. Falls es immer die selben Ladesäulen sind, dann eventuell den Betreiber bitten auffällige Schilder aufzustellen? Vielleicht werde ich einen freundlichen Flyer drucken und diesen bei den Ladesäulenzuparkern an die Windschutzscheibe hängen um so auf unser Dilemma aufmerksam zu machen. Fahrer von e Fahrzeugen könnten dann diesen Flyer kostenlos bei mir bestellen und bei dieser Aktion mitmachen. Was hältst du davon?

    • Die nicht Tesla Ladepunkte sind oft dort wo alle parken wollen. Besser ist es sie weiter weg zu legen. Hier in den USA und Kanada sind die Teslasäulen in der Regel am Ende des Parkplatzes und nicht zugeparkt. Vor ein paar Tagen hatten wir die Situation wo die Ladepunkte and eine Interstatetankstelle direkt neben dem Geschäft waren. Innerhalb von 3 Minuten haben wir 4 Verbrenner weggeschickt und uns mit einem angelegt. War richtig scheisse.

  2. Noch eine Hürde wäre: welche Möglichkeiten hat man zur Aufladung wenn man in einem Mehrparteienhaus wohnt und die Eigentümergemeinschaft gegen die Einrichtung eines Ladeanschlusses ist und auch der Arbeitgeber keine Ladestation zur Verfügung stellt? Das wird ja sicher (wenigstens momentan) für sehr viele der Hinderungsgrund überhaupt sein. Es wohnt halt nicht jeder im Eigenheim mit eigener Garage in der es sich leicht aufladen lässt und viele Arbeitgeber stellen heute ihren Mitarbeitern noch keine Ladestationen bereit. Natürlich gibt es öffentliche Ladestationen und ich hätte da auch ein paar Ideen aber mich würden deine Ideen mal interessieren… 😀

    • teslamarcus

      Hallo Dita, lieben Dank, dass du neben facebook auch hier auf meinem Blog gepostet hast. Ja, dies ist die alles entscheidende Hürde zur Elektromobilität. Ich werde dieses Thema mitaufnehmen. Meine erste Idee wäre, dass im Mehrparteienhaus es sicherlich auch mit einem 16 A Anschluß technisch ginge. Ansonsten bliebe nur eine „normale“ 220 V Steckdose mit der die meisten eAutos über Nacht aufzuladen wären. Bei den Vermietern und auch bei den Arbeitgebern ist sicherlich ein Umdenken nötig. Ich denke, dass Arbeitnehmer und auch Mieter, die eAutos fahren zeigen, dass sie fortschrittlich sind und sicherlich die besseren Arbeitnehmer und besseren Mieter sind als Leute, die nicht bereit sind, sich weiterzuentwickeln. Manchmal muss halt mal ein Arbeitgeber oder auch ein Vermieter gewechselt werden. Dann hast du es selbst in der Hand. Ich hoffe ich habe dir ein paar Denkanstöße geben können.

      • Hallo Marcus,
        ich bin ein Vermieter aus Linz Österreich und habe auch eine Elektrotankstelle im Büro und Zuhause.
        Das nachträgliche Installieren von einem Stromanschluß zu dem Garagenplatz ist möglich. Nur sind die Kosten sehr hoch und als Mieter wird man dies wohl nicht investieren wollen. Ich rate hier allen einfach das Gespräch mit der Vermieter zu suchen. Oft sind diese durchaus aufgeschlossen und bieten an die Investition zu übernehmen gegen eine monatliche Mieterhöhung. Dann zahlt mann zumindest nur solange man die Wohnung auch mietet.
        Als Eigentümer (wie in meinem Fall) habe ich schriftlich den Verwalter verständigt und eine Elektrounternehmen mit der Installation beauftragt. Lediglich ist hier wichtig darauf zu achten, dass die Elektrofirma auch wieder die Brandabschnitte herstellt.

    • Hallo Dita. Eigentlich braucht der Arbeigeber nur eine Steckdose zur Verfügung stellen. Du kriegst ja die UMC mit dem Model 3. Wir sind gerade wieder mit der UMC hier in den USA auf dem Campingplatz eingesteckt. 240V/40A. Mit 55% im Tank ist das Auto wieder in 3,5 Stunden voll. An einer normalen Haushaltssteckdose kannst du das Model 3 so mit ungefähr 15 km/h laden. Also 8 Stunden auf der Arbeit 120 km Reichweite. Das Gleiche zu Hause.

  3. Wegmann

    Hürde 11 die Autohäuser!
    Richtig schlecht,
    VW, KIA, Opel, Mercedes.
    Ok.
    BMW, Renault, Nissan, Mitusbishi
    Top:
    Leider nur Tesla

    • teslamarcus

      Hallo Wegmann, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich würde dann nur zu den Herstellern gehen, die ich mindestens „ok“ finde. Momentan bin ich noch bei BMW, aber ab dem Sommer dann weg, da ich persönlich BMW hier in meinem Umfeld nicht mehr „ok“ finde. Dies ist aber wirklich vom lokalen Vertriebspartner abhängig. Ich gebe aber auf jeden Fall KIA eine Chance.

  4. Ich fahre keinen Verbrenner mehr im Alltag und habe kein Auto. Ja, mit knapp 30 Jahren ist das auf dem Land manchmal komisch aber ich habe gemerkt, wie sich meine Fahrweise und Mobilität dank der Elektromobilität verändert hat.

    Wenn ich mal einen Testwagen habe, dann fahre ich bewusst vorausschauender als ich es eh sollte, sanfter, gemütlicher, nehme meine Umwelt besser wahr und auch sonst verhält man sich komplett anders. Nicht zuletzt auch im Sinne der effizienten Fahrweise.

    Wenn ich wirklich mal weiter weg muss, fahre ich mit der Bahn, mit einem Mietwagen, mit einer Mitfahrgelegenheit oder dem Fernbus.

    • teslamarcus

      ja, stimmt voll, Daniel. Ein Elektroauto verändert unseren Lebensstil – und immer in die gute Richtung 🙂 Wer für Veränderungen aufgeschlossen ist, bekommt sehr viel geschenkt.

  5. Pinkback: Nr. 2 von 10 Hürden für Elektroautos: der Akku ist nach 5 Jahren unbrauchbar - Teslamarcus

  6. Hallo Marcus, wie fahren i3 und denken jetzt nach dem Akku-Upgrade über einen zweiten nach. 😉 Bin gespannt auf Deine Beiträge zu den weiteren „Hürden“! Wobei ich mir aber sicher bin, die meisten Antworten zu kennen.

    Zu zwei Themen habe ich aber bis heute keine schlüssige Idee:

    1. Wie kann „Laternenparkern“ geholfen werden? In Gesprächen höre ich immer wieder, dass ich es da mit meinem Carport ja einfach hätte. Tiefgaragen und halböffentliche Parkplätze sind ja über den Eigentümer/Betreiber darstellbar, wenn der Wille da ist. Sehr viele Leute parken aber nun mal jede Nacht irgendwo in Wohnungsnähe und brauchen früh trotzdem einfach nur ein geladenes EV….

    2. Die Abrechnung (Zählen und Zahlung) von öffentlichen und halböffentlichen Ladesäulen ist aktuell einfach viel zu teuer pro Ladung und nicht standardisiert. Im Massenmarkt wird es einfach nicht möglich sein, jede Ladesäule aus Fördertöpfen oder Werbeetats zu bezahlen bzw. durch Einkäufe querzufinanzieren. Da muss endlich ein tragfähiges Geschäftsmodell her.

    Alex aus Dresden.

    • teslamarcus

      Hallo Alex, es freut mich riesig, dass dir meine Artikel gefallen. Mit deinen Anmerkungen zu den Laternenparkern triffst du voll ins Schwarze! Das ist echt eine riesige Hürde! Es gibt dann zusätzlich noch eine Hürde: Wenn dann die „Laterne mit Strom“ gefunden ist, dann steht dort schon oft ein Verbrenner! Hier habe ich schon eine Idee: ich werde einen freundlichen Flyer entwickeln, den wir diesen „Falschparkern“ an die Windschutzscheibe heften. Ich bin davon überzeugt, dass viele Leute noch keinen Blick für unsere Stromsäulen haben und diese unbewusst zuparken. Eine offene Kommunikation ist hier ganz wichtig. Letztendlich auch mit den Verantwortlichen in den Gemeinden.

      • Nun ja, ich denke nicht, dass es mit einem netten Flyer getan ist. Die Erfahrung lehrt, dass das vielleicht im Einzelfall / temporär hilft, aber niemals arrogante Verbrennerfaher (dauerhaft) „bekehrt“. Und im Übrigen brauchen wir auch erst einmal abrechnbare, vandalismusssichere Lader an jeder Laterne….

        Alex.

  7. Hansjörg Gaus

    Als Ökonom würde ich sagen: Hürde 3 (also der Preis) ist das größte Problem. Ich bin gespannt, was Du darüber schreiben wirst. Und als Konsumforscher würde ich hinzufügen: die preiswerten E-Autos müssen auch optisch sexy sein, um wirklich aus der Öko-Nische zu kommen. Unattraktiv (oder bestenfalls putzig) und teuer reicht jedenfalls nicht.

    • teslamarcus

      Hi Hansjörg, jetzt wo ich weiß, dass ich in deinem Fokus bin werde ich mich bei meiner Analyse extra anstrengen. Der Preis und die Kosten sind sehr sehr wichtig! Mal sehen, wohin die Reise geht.

  8. Franz Josef Kerkhoff

    Hallo,
    ich habe schon einige Deiner Reisevideos gesehen. Sehr schön und ohne politische und sonstige Kommentare wie bei einigen Anderen.
    Noch bin ich kein Elektroautofahrer aber ich habe mir vorgenommen, dass mein nächstes Auto elektrisch fährt.
    Zu den Laternen- und Freiluftparkern: Da gibt es jetzt das Projekt mit dem Sion von Sonomotors.com in München. Ein Auto, das sich teilweise selbst aufladen soll. Da hätte man schon einiges an Reichweite gratis, falls das so funktioniert und von Zeit zu Zeit fährt man eben an einen öffentliche Ladesäule. Was meinst Du / Ihr so dazu.

    • teslamarcus

      Hallo Franz Josef, mega Dank für deinen Kommentar 👍. ich freue mich, dass dir meine Reisevideos so gefallen. Zu Sonomotors habe ich mich noch nicht schlau gemacht. Zur Zeit bin ich auch sehr viel geschäftlich unterwegs und kann leider nicht überall so präsent sein wie es mir eigentlich wünsche. Auf jeden Fall wird wieder mehr auf diesem Blog hier erscheinen. Und außerdem will ich endlich mein E-Book fertigstellen. elektrische Grüße, Marcus

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