Laden Reichweite Top-10

Die Top-10 E-Autos – eine Übersicht für Laien

eine Übersicht

Hilfe! Wo kann ich eine VERSTÄNDLICHE Übersicht zu den Top-10 E-Autos finden?


Zuerst habe ich ganz behutsam das Netz durchsucht. Ergebnis: Wow, da gibt es aber viel Information! Bei Focus Online gab es sogar ein E-Book hierzu. Bezahlt, heruntergeladen und,….. na ja. Hier wurde alles miteinander verglichen, was einen Elektromotor mit an Bord hatte.

Dann bin ich in die Foren gegangen: Wieder ein „Wow-Effekt“. Da gibt es aber viele Experten und auch wirklich Menschen, die sich jedes Detail sehr genau ansehen. Jetzt weiß ich wo ich gewisse Dinge nachlesen kann (Stichworte: technischer Aufbau von Batterien, Ladetechnologien, theoretische Reichweitenberechnungen,…..)

Auch wird hier sehr viel diskutiert. Vieles Nützliches, aber auch viel Verwirrendes. Jeder vertritt hier seine eigene Story. Die Tesla-Enthusiasten lieben ihre Teslas, die Zoe-Fans Ihre Zoe (ja, „Zoe“ ist ein weiblicher Vorname; oder doch männlich? Alle Autos sind männlich…… kann man alles nachlesen…) und so weiter.

Warum gibt es eigentlich gefühlt nur in Deutschland so viel Ablehnung zur Elektromobilität? Ach so, wir sind ja die Haupthersteller von Autos, weltweit. Und wir haben eine starke Lobby. Nächstes Thema in den Foren,……

Bevor ich anfange dich zu langweilen, möchte ich nun auf mein Ursprungsproblem zurückkommen: Ich interessiere mich für die Elektromobilität. Welche E-Autos gibt es zu kaufen? Und bitte keine Übersicht in der auch Hybride stehen. Wichtig ist mir die Alltagstauglichkeit und der Fahrspaß.

Die Reichweite ist immer ein Thema, wenn dies auch sehr emotional besetzt ist. So habe ich die Top-10 E-Autos nach ihrer Reichweite zusammengestellt. Diese Liste soll der Ausgangspunkt für meine weiteren Recherchen sein. Ausführliche Tests der einzelnen Fahrzeuge gibt es im Netz genug. Bei Gelegenheit wird hier im Blog eine Liste mit Links dazu veröffentlicht.

Übersicht: Top-10 E-Autos, sortiert nach NEFZ Reichweite in km (Stand August 2016)

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Bei meinen Recherchen und dem zahlreichen Feed-back meiner Leser in meinem Blog haben sich die folgenden 3 Herausforderungen zur Elektromobilität herauskristallisiert, welche auch in der „Blogparade Elektromobilität“ vom Ingenieurversteher zu diesem Thema genannt werden:

  1. Der zu hohe Preis der Fahrzeuge
  2. Die geringe Reichweite der Batterien und
  3. Die fehlende Ladestellen-Infrastruktur

Anhand dieser 3 Punkte möchte ich nun diese Top-10 E-Autos betrachten und auch noch meinen persönlichen „Senf“ dazugeben, ganz subjektiv.

1. Der Preis

Tesla führt diese Tabelle an! Der Tesla ist am schwersten und führt die größte Batteriekapazität mit sich. Und dies hier in diesem Vergleich mit dem kleinsten Tesla-Akku! Er hat mit Abstand die größte Reichweite.

Die Plätze 2 bis 8 belegen E-Autos, die durchaus miteinander verglichen werden können. Mercedes und BMW fallen mit Preisen deutlich über 40.000 Euro auf.

Die Plätze 9 und 10 in dieser nach NEFZ Reichweite sortierten Tabelle belegen E-Up und der Smart als Klein und Kleinstwagen und sind auch gleichzeitig preislich im untersten Bereich.

Nun, sind diese E-Autos im Vergleich zu Ihren Verbrennerkollegen teuer? Ich habe in meinem Blog hierzu einen Vergleich anhand zweier Beispiele gemacht. Hier ist der Link.

Lass uns mal an dieser Stelle noch zusätzlich den Kia Soul EV betrachten: Hier gibt es zudem eine Benzin- und auch eine Dieselvariante. Nur in der Dieselvariante kann man den Soul mit Automatik bestellen.

 

Kia Soul EV „Play“ Soul „Spirit“, Benzin Soul „Spirit“, Diesel
– 4.000 Euro + Sound+Navi + Sound+Navi, Automatik
Anschaffungspreis 26.790,00 € 24.180,00 € 28.130,00 €

Die elektrische Variante EV „Play“ liegt mit Berücksichtigung der Elektroprämie in Höhe von zur Zeit 4.000 Euro kostengünstig zwischen dem Benziner (allerdings ohne Automatik) und dem Diesel (mit Automatik). Normalerweise gibt es für die beiden Verbrennervarianten auch Rabatte (je nach Verhandlungsgeschick). Dies berücksichtigend kann man sagen, dass der Soul in der Automatik-Diesel-Variante ungefähr gleich auf mit dem elektrischen Soul EV liegt.

Wenn du jetzt noch zusätzlich die Betriebskosten berücksichtigst, ist die elektrische Soul Variante kostengünstiger, bei jeder Laufleistung.

Ich will jetzt an dieser Stelle nicht behaupten, dass diese Rechnung auch immer für andere Auto-Vergleiche gilt. Wichtig ist, dass du dir selbst ein Bild davon machst. Bitte schreibe unten in die Kommentare, wenn ich dir bei der Berechnung deines E-Autos helfen kann.

Zwischen-Fazit: Mit der aktuellen Prämie sind E-Autos nicht unbedingt teurer als Verbrenner-Autos. Ausnahmen gibt es, vor allem bei der oberen deutschen Mittelklasse.

 

2. Die Reichweite

Eines vorweg: Alle Top-10 E-Autos müssen eher geladen werden, bevor ein Verbrenner-Auto getankt werden muss. Punkt. Wenn du unbedingt die selbe Reichweite erwartest und keine Kompromisse eingehen willst, dann steige am besten an dieser Stelle aus.

Zweitens vorweg: Auch die Reichweite von E-Autos wird mit der NEFZ Methode berechnet. Nicht sehr praxisnah!

Ok, du bist noch mit dabei. Prima! Dann stelle dir die Frage, wie dein täglicher „Autonomiebedarf“ denn aussieht. Wie weit ist der Weg zur Arbeit? Gibt es dort Lademöglichkeiten? Fährst du regelmäßig auch mittlere Strecken (z.B. zum Flughafen, Wochenende zu den Verwandten,….)? Wie oft fährst du mit dem Auto in den Urlaub?

Dies sollte eine ganz ehrliche Analyse sein. Sicherlich wirst du auch prüfen müssen, inwieweit du bereit bist, dich selbst zu ändern. Dies zugunsten einer sauberen Umwelt in unseren Innenstädten und anderer Vorteile, auch persönlicher.

Bei allen Herstellern (außer Tesla) hast du die Möglichkeit auch Verbrennerautos für deinen Urlaub kostenlos und scheinbar unbürokratisch zu bekommen.

Also gehen wir nun einmal davon aus, dass du absolutes „Mittelmaß“ bist und täglich 80 km automobil zurücklegst. Ein Blick in die Tabelle sagt: Das würde selbst mit dem Smart funktionieren! Zugegeben, das funktioniert nur, wenn du zuhause laden kannst.

Deine Wochenendheimfahrten sind regelmäßig und länger? Nun kommen wir zu Punkt 3.

3. Die Ladestellen-Infrastruktur

Hier schauen wir uns noch einmal die obige Tabelle „Top-10 E-Autos“ mit den Ergänzungen zu den Ladezeiten an. Wohlgemerkt: das sind die Zeiten in Stunden um eine Batterie, welche komplett entladen ist wieder auf 80 % zu laden.

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Lass uns bitte gemeinsam die verschiedenen Spalten betrachten: NEFZ-Reichweite, wie gehabt.

Spalte „Haushalt“: Es dauert lange, bei jedem E-Auto! Beim Tesla aufgrund der Größe der Batterie natürlich extrem lange! Auch ist es nicht zu empfehlen, das E-Auto zuhause an der Schuko-Steckdose zu laden. Oft werden diese Steckdosen hintereinander geschaltet, sodass der gesamte Ladestrom auch durch nicht benutzte Dosen fließt und diese dann zum Schmelzen bringen kann. Dies ist mir daheim schon beim Betreiben von Infrarot-Strahlern passiert. 220 V ist immer 1-phasig.

In der obigen Tabelle kommen nun zwei Spalten mit „1-phasig“ in der Bezeichnung. Jedes E-Auto kann hier mit 16 A laden. Lassen wir den Tesla wieder außen vor. Immer dauert es zwischen 5 und 7,5 Stunden bis die Batterie wieder voll ist. Dies erfolgt an den so zahlreich verfügbaren öffentlichen Wechselstromladestationen (Typ 2). Obwohl an der Ladestation selbst der 3 Phasen Wechselstrom anliegt, greift der jeweils im A-Auto verbaute Lader nur eine Phase ab. E-Autos, die 1-phasig mit 32 A laden können sind entsprechend schneller wieder bei 80 %.

In den nachfolgenden 2 Spalten wird es dünner! Diese Spalten sind mit „3-phasig“ bezeichnet. Nur Tesla, Mercedes (mit Smart) und auch der Zoe haben einen Lader an Bord, der alle 3 Phasen des anliegenden Stroms abgreift. Jetzt verringert sich die Ladezeit zum Beispiel beim Mercedes auf 2,5 Stunden.

Noch einen Schritt weiter geht der Zoe, welcher sogar 3-phasig mit 32 A laden kann. Somit ist der Zoe als einziges E-Auto an einer Typ 2 Ladestation innerhalb von 1,5 Stunden wieder einsatzbereit. Sorry, der Smart kann es auch so schnell laden. Zum Zoe habe ich deshalb auch einen speziellen Artikel in meinem Blog geschrieben.

Kommen wir nun zur letzten Spalte: das Laden mit Gleichstrom. Batterien müssen mit Gleichstrom geladen werden und geben diese Energie wieder als Gleichstrom ab. Macht also Sinn mit Gleichstrom schnellzuladen!

Wie du in der Tabelle sehen kannst, können alle E-Autos mit Gleichstrom schnellladen, die nicht schon mit Wechselstrom einigermaßen schnell laden können. Innerhalb einer halben Stunde sind die E-Autos wieder fahrbereit.

In der Tabelle habe ich mit den Bezeichnungen Supercharger (Sup), CHAdeMo (CHA) und CSS dargestellt, dass es zur Zeit verschiedene Systeme gibt. Tesla hat mit den Superchargern eine eigene Insel geschaffen. Die Japaner haben das CHAdeMO System ausgebaut und die Deutschen setzen auf das CCS System. Hierüber zu schreiben würde wieder viele weitere Blogseiten füllen.

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Kommen wir zur ursprünglichen Frage zurück: Wie sieht es mit der Ladestelleninfrastruktur aus? Sehr gut bei den Wechselstromladestationen und sehr gut bei den Superchargern von Tesla. CHAdeMO und CCS werden zur Zeit entlang der Autobahnen aufgebaut. Dies in unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Fazit: Eventuell reicht ja für dich schon die Ladestellen-Verfügbarkeit von heute, kombiniert mit dem richtigen E-Auto. Falls nicht, dann empfehle ich noch ein wenig zu warten und vor allem die Verfügbarkeit der Ladestationen auf deinen regelmäßig gefahrenen Wegen zu beobachten.

Vielleicht hast du aber auch schon den „Fehler“ begangen, den ich vor ca. 10 Monaten begangen hatte. Ich hatte einen Tesla probegefahren! Schon war ich infiziert. Und das ist der Punkt, der bei all diesen Diskussionen übersehen wird: Ein E-Auto fährt sich geil! Probiere es aus, aber Vorsicht, der Virus ist hoch infiziös! 

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  1. Glückwunsch! Toller Beitrag, mach‘ weiterso!

  2. E-Mobilist

    Kommentar:
    1.) Was für Käufer noch nützlich wäre, wäre die ANZAHL der Ladestationen je Typ in Deutschland.
    Es gibt Z.B. inzwischen fast 10.000 TYP2 Ladestationen in Deutschland, davon sind über 9.000 dreiphasig und 7.000 mit 22kw Ladeleistung.
    2.) Weiterhin finden es Käufer sehr wichtig zu wissen, wie schnell man MAXIMAL zuhause laden kann.
    Bei allen E-Autos mit Wechselstromladung kann dies, soweit es der Hausanschluß zulässt auch mit TYP2 bis zur max. Leistung gehen.
    3.) Hinweis: Tesla kann an TYP2 aktuell nur noch mit 16.5 kw laden. Und das auch nur mit Aufpreis von 1.400€. Auch gibt es bei Tesla, BMW, VW KEIN TYP2 Ladekabel bei dem Preis dazu.
    4.) Der Smart ED „alte Version“ kann serienmäßig NICHT mit 22kw an TYP2 laden. Das kostete schlappe 3060€ Aufpreis, und wurde von den wenigsten gemacht. Der „neue“ SMART ED ab Dezember 2016 wird den ZOE Motor und damit höchstwahrscheinlich die serienmäßige 22kw TYP2 Ladung haben, außer Daimler hat es begrenzt.
    5.) Für Käufer wichtig, wäre es auch noch die bislang zugelassenen E-Fahrzeuge pro Hersteller in Deutschland darzustellen. Einige Käufer bevorzugen keine Exoten und möchten eines der TOP3 Modelle auch wegen späteren Wiederverkauf.
    Siehe http://www.n-tv.de/auto/Kaum-jemand-erkennt-den-Bestseller-article17777251.html

    • teslamarcus

      Hallo E-Mobilist, ich finde das echt super, dass du dir so viel Mühe mit deinem Kommentar gemacht hast. Ich werde deine Vorschläge aufnehmen und zusätzlich im Blogbeitrag auf deinen Kommentar verweisen. Hast du auch einen eigenen Blog? oder bist du bei Facebook?

  3. Toller Beitrag! Liest sich richtig gut.
    Leider beim BMW i3 nicht mehr aktuell. Das neue Modell kommt 33% weiter und hat (gegen Aufpreis) einen 11kW 3-Phasenlader an Bord.

    • teslamarcus

      Danke, Tobi. Ja, du hast recht. Ich werde dann im E-Book den aktuellen i3 in die Liste nehmen. Echt spannend wieviel Bewegung in diesem Markt ist. Elektrische Grüße, Marcus

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