Hürden Model S Tesla

Sind E-Autos wirklich teurer?

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Jein! aber, lies mal weiter….

Häufiger Fehler: man vergleicht Äpfel mit Birnen! Also, lasst uns mal Äpfel mit Äpfeln vergleichen.

1.  Vergleich Nissan Leaf mit Nissan Pulsar

nissan3

Foto: Nissan

pulsar

Foto: Nissan

Der Nissan Leaf kostet in der Acenta Ausstattung  34.000 Euro. Der Wagen hat eine 30 kWh Batterie und leistet 109 PS. Zur Zeit gibt Nissan eine Kaufprämie in Höhe von 5.000 Euro. Dies reduziert den Kaufpreis auf 29.000 Euro.

Von Nisan gibt es den Pulsar, der mit vergleichbarer Ausstattung und PS ca. 24.000 Euro kostet. Dies sind noch ca. 5.000 Euro weniger als für den Leaf.

Nehmen wir jetzt eine jährliche Nutzung von 20.000 km an, rechnen die Betriebskosten über eine Laufzeit von 5 Jahren, dann ergibt sich folgendes Bild:

Stromstoffkosten Leaf: ca. 4.000 Euro, Treibstoffkosten Pulsar: ca. 9.000 Euro

Hier haben wir schon die 5.000 Euro Differenz zurück, welche der Leaf bei der Anschaffung teurer war.

Hinzu kommt, dass der Service bei einem Elektroauto günstiger ist und auch die Kfz-Steuer wegfällt.

Ergo: mit der Kaufprämie und dem Willen, lokal kein CO2 zu erzeugen, gepaart mit deiner Akzeptanz einer geringeren Reichweite ist ein Leaf genauso günstig wie der vergleichbare Benziner! Falls du jetzt noch in glücklichen Lage bist über Nacht zu laden, dann hast du immer ein einsatzbereites Fahrzeug vor deiner Türe stehen.

….. und: fahre einfach mal beide Autos zu Probe und schaue, welcher sich besser anfühlt!

Vielleicht ist meine Rechnung ein wenig „grob“ und die Annahmen passen nicht auf dich. Dann rechne einfach selbst und vor allem: mache die Probefahrten! Eventuell bist du ja sogar bereit, ein klein wenig mehr Geld für mehr Spaß und einer (lokal) saubereren Umwelt auszugeben.

2. Vergleich Tesla Model S 75D mit BMW 535ix

 

model S facelift 2016

Foto: teslamarcus

bmw535i

Foto: BMW

Warum vergleiche ich gerade diese beiden Modelle? Der Tesla hat in diesem Fall die Einstiegskonfiguration und kostet 88.200 Euro mit Dual Drive (Allradantrieb). Er leistet 332 PS und kann somit gut mit dem BMW 535ix verglichen werden. Dieser hat auch Allradantrieb und leistet 306 PS.

Wenn ich jetzt beim BMW die Ausstattungen hinzufüge, welche der Tesla schon in der Basisversion hat, dann kostet dieser ca. 68.200 Euro. Dies sind ca. 20.000 Euro weniger als der Tesla. Ich vernachlässige jetzt hierbei, dass ich den Tesla eigentlich mit der 7er Reihe vergleichen müsste. Wollen wir mal auf dem Teppich bleiben 😉

Nehmen wir jetzt eine jährliche Nutzung von 30.000 km an, rechnen die Betriebskosten über eine Laufzeit von 5 Jahren, dann haben wir folgendes Bild:

Stromstoffkosten Tesla: 0 Euro, Treibstoffkosten BWW: ca. 20.000 Euro

Ups, da sind ja schon die 20.000 Euro wieder drin, die der Tesla bei der Anschaffung mehr gekostet hatte.

Jetzt mögen ganz Schlaue sagen, dass der Strom ja auch bei Tesla etwas kostet, wenn man zuhause (mit Ökostrom) lädt oder unterwegs, abseits der Supercharger.

Ja, richtig, aber: der Tesla kostet keine Kfz-Steuer, keine Wartung (oder sehr gering), keine Verschleißteile, ist günstiger in der Versicherung UND:

fahre ihn einfach mal selbst Probe, dann weißt du was ich meine!

Nicht erwähnt sind hier die echten Leistungswerte:

Tesla: 440 Nm und 5,4 sec 0-100 km/h, BMW: 400 Nm und 6,0 sec 0-100 km/h

ok., der BMW fährt etwas schneller!

Genug der Zahlen.

Die 3. Herausforderung ist gemeistert!

 

Fazit:

Über die Laufzeit gesehen sind E-Autos eigentlich gar nicht teurer, nur bei der Anschaffung!

Wenn du eine andere Klasse von Autos von mir verglichen haben möchtest, dann sei so lieb und schreibe dies unten in die Kommentare. Ich werde dies dann gerne zusammen mit dir ausrechnen.

Ah, noch eine Bitte: wenn dir der Artikel gefallen hat und du denkst, dass deine Freunde ihn auch lesen sollten, dann drücke bitte den Facebook share button. Herzlichen Dank.

Hi, ich bin Marcus und glaube an eine mobile Zukunft, 100 % elektrisch. Mein Ziel ist es, dich auch für dieses Thema zu begeistern. Ich freue mich, dass du hier bist. Viel Spaß beim Durchstöbern. Schaue auch mal bei Facebook vorbei!

  1. Kannst du bitte mal den zukünftigen Model 3 mit 3er BMW und Audi A4 vergleichen?

    • teslamarcus

      Danke für deinen Kommentar, Peter. Das werde ich auf jeden Fall machen. Ich muss jetzt erst einmal ein paar Fakten zum Model 3 herausfinden. Wir leben in einer sehr spannenden Zeit. Elektrische Grüße, Marcus

  2. Dieter Kraneis

    Wenn Elektromobilität CO2-frei betrieben werden soll, müssen ca. 100 TWh „Grünstrom“, also Sonne, Wind bereitgestellt werden. In Deutschland werden ca. 560 TWh jährlich verbraucht. Derzeit werden 30% regenerativ eingespeist. Das ist grob die Häfte der derzeit vorhandenen Photovoltaik- und Windkraftwerken, die allein für private PKW bereitgestellt werden müssen

    Ein starker Glaube an die E- Mobilität ist sicher gut, aber auch hier sollten ruhig mal die Gesamtzusammenhänge aus Erzeugung, Transport und Speicherung betrachtet werden.

    Eins ist sicher: Mobilität wird nicht günstiger werden!

    Grüße aus dem Norden
    Dieter

    • teslamarcus

      Absolut richtig, Dieter. Dies ist ein ganz entscheidender Punkt. Ich werde dies hier in meiner Artikelserie sicherlich ausgiebig behandeln. Wenn du ein wenig auf meiner Seite gesurft hast, dann hast du sicherlich schon die Hürde „6“ entdeckt. Ich bin auch schon gespannt wie die Diskussion hier laufen wird. Bleiben wir elektrisiert.

    • Das Thema des Beitrages war aber „Sind e-Autos wirklich teurer?“ 😉

      Guter Vergleich, wie ich finde!

      Grüße
      Thomas

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